Orchideen-Pflege
Mit etwa 30000 Arten gehören die Orchideen zur größten Familie unter
den Blütenpflanzen. Die meisten gedeihen und blühen nur in natürlicher
Umgebung oder nur unter sehr anspruchsvollen Bedingungen. Jene speziell
für den häuslichen Bedarf gezüchtete und selektierte Orchideenhybriden
aus den Gattungen Phalaenopsis und Paphiopedilum sind einfacher zu
halten als viele der gängigen Zimmerpflanzen und erfreuen uns deshalb
bei liebevoller Pflege über viele Jahre mit ihren wunderschönen Blüten.
Wasser, Licht, Dünger, Luft und Temperatur sind wichtig für das Wachstum
der Orchidee.
Wasser:
Meist ist Leitungswasser zu kalkhaltig. Wenn möglich mit Regenwasser
gießen! Weit mehr Orchideen werden ertränkt als vertrocknet! Staunässe
vermeiden! Kein Wasser im Übertopf belassen! Auch das Tauchen des
Topfes im Eimer mit Regenwasser ist zu empfehlen. Nach kurzer Zeit
ist der Pflanzstoff durchnässt. Erst wieder wässern, wenn der Topf
wieder trocken ist.
Licht:
Orchideen brauchen Licht, jedoch keine pralle Sonne. Im Sommer, besonders
am Südfenster durch Schattierung in der Mittagszeit vor zu starker
Bestrahlung schützen. Ost- oder Westfenster sind günstiger. Ein guter
Platz ist das Küchenfenster, wegen der meist höheren Luftfeuchtigkeit.
Dünger:
Jeder Blumendünger ist geeignet, jedoch nur in halber Konzentration.
Etwa jedes 3. Mal ins Gießwasser geben. Besser für Wuchs und Blüte
sind spezielle Orchideendünger(finden Sie auch in unserem Angebot).
Pflanzstoff für Orchideen:
Umtopfen, nur wenn unbedingt nötig, keine Blumenerde verwenden! Geeigneten
Orchideenpflanzstoff finden Sie in unserem Angebot.
Luft:
Orchideen leiden unter trockener Zimmerluft. Abhilfe durch Übersprühen
der Blätter, am besten morgens, damit die Pflanzen bis abends abtrocknen
können. Die Blüten dabei aussparen. Frische Luft ist wichtig für die
Gesundheit der Pflanze. Vorsicht beim Lüften im Winter! Keine Zugluft!
Blüten:
Speziell Phalaenopsis haben die Eigenschaft, nach dem Verblühen aus
derselben Rispe wieder nachzublühen. Kürzen Sie deshalb die Rispe
nicht völlig ein, sondern oberhalb des 2. oder 3. Knotens. Phaleanopsis
und Vanda blühen immer wieder. Bei Paphiopedilum, Cattleya, Oncidium
und Cymbidium dagegen, wachsen Neutriebe seitlich nach, aus denen
sich bereits während der Entwicklung oder erst nach der Ausreifung
neue Blütentriebe bilden können.
Diese sehr kurz gehaltenen Pflegehinweise sollen grobe Fehler vermeiden
helfen und den Weg zeigen, wie Orchideen zu Ihren Lieblingspflanzen
werden können.
Wir wünschen Ihnen viel Freude und eine glückliche Hand!
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